Am Sonntag, dem 31. Mai 2026, waren die freiwilligen Mitglieder der FF Neulengbach-Stadt innerhalb kurzer Zeit bei drei Einsätzen gefordert. Neben einem Wohnungsbrand mit eingeschlossener Person mussten zwei Verkehrsunfälle auf der A1 Westautobahn abgearbeitet werden.
1. Einsatz: B2 Wohnungsbrand mit eingeschlossener Person
Um 17:11 Uhr wurde die FF Neulengbach-Stadt zu einem B2 Gebäudebrand im Innenraum mit dem Zusatztext „Person in Wohnung“ alarmiert. Aufgrund des Meldebildes wurden auch die Feuerwehren Inprugg und Markersdorf zur Unterstützung alarmiert.
Da es sich bei der Einsatzadresse um eine weitläufige Wohnhausanlage handelte, rückte als erstes Fahrzeug das Vorausrüstfahrzeug (VRF) aus. Beim Eintreffen wurden die Einsatzkräfte bereits von einer Anrainerin eingewiesen. Diese berichtete, dass couragierte Nachbarn die Terrassentürscheibe eingeschlagen hatten und die betroffene Person bereits aus der Wohnung ins Freie bringen konnten. In der Wohnung war zwar noch Rauch wahrnehmbar, offene Flammen waren jedoch keine mehr vorhanden.
Die mitalarmierten Feuerwehren Inprugg und Markersdorf konnten daraufhin storniert werden, da ihre Unterstützung nicht mehr erforderlich war.
Die Mannschaft des Hilfeleistungsfahrzeuges (HLF) führte unter Atemschutz eine Kontrolle der Brandwohnung, mittels Wärmebildkamera durch und öffnete sämtliche Fenster. Anschließend wurde vor dem Eingangsbereich ein Druckbelüfter in Stellung gebracht, um die Wohnung rauchfrei zu machen.
Die betroffene Person wurde vom Rettungsdienst versorgt und zur weiteren Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht. Die Polizei nahm die erforderlichen Ermittlungen auf.
Nach Abschluss aller Maßnahmen wurde die Einsatzstelle an die Polizei übergeben.
Dass dieser Einsatz ohne größere Schäden und mit einem glimpflichen Ausgang endete, ist vor allem dem in der Wohnung installierten Rauchmelder zu verdanken. Durch die frühzeitige Alarmierung wurden die Anwohner auf die Gefahr aufmerksam und konnten rasch reagieren.
Rauchmelder können Leben retten! Dieser Einsatz zeigt eindrucksvoll, wie wichtig die frühzeitige Branderkennung ist.
Ein besonderer Dank gilt den beherzt handelnden Ersthelfern. Durch ihr schnelles Eingreifen konnte die betroffene Person gerettet und ein größerer Schaden am Wohnobjekt verhindert werden.
2. Einsatz: Verkehrsunfall auf der A1 Westautobahn
Kaum waren die Fahrzeuge eingerückt und die Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft im Gange, erfolgte um 18:12 Uhr die nächste Alarmierung.
Diesmal lautete das Meldebild „T2 Verkehrsunfall – unklare Lage“ auf der A1 Westautobahn bei Kilometer 44,5 in Fahrtrichtung St. Pölten.
Unverzüglich rückten das Vorausrüstfahrzeug (VRF), das Hilfeleistungsfahrzeug (HLF) sowie das Wechselladefahrzeug (WLF) zur Einsatzstelle aus.
Die aufgrund des Meldebildes ebenfalls alarmierte Feuerwehr Kirchstetten traf kurz vor dem VRF Neulengbach-Stadt an der Einsatzstelle ein und konnte Entwarnung geben. Es waren keine Personen eingeklemmt oder verletzt. Die Feuerwehr Kirchstetten konnte daraufhin wieder einrücken.
Die Mannschaft des VRF sicherte das Unfallfahrzeug und trennte die Fahrzeugbatterie. Das HLF wurde als Schutzfahrzeug im rückwärtigen Bereich positioniert, um die eingesetzten Kräfte vor dem fließenden Verkehr zu schützen.
Nach dem Eintreffen des WLF wurde der beschädigte Pkw mittels Ladekran auf das Bergeplateau verladen, abtransportiert und gesichert abgestellt.
Der Rettungsdienst wurde glücklicherweise nicht benötigt und konnte die Einsatzstelle wieder verlassen. Die Absicherung der Unfallstelle erfolgte gemeinsam mit der Polizei und der ASFINAG.
3. Einsatz: Pkw-Bergung auf der A1 Westautobahn
Während des Einrückens bemerkte die Besatzung des HLF einen weiteren Verkehrsunfall am selben Autobahnkilometer. Unverzüglich wurde die Bereichsalarmzentrale verständigt und die bereits auf der Rückfahrt befindliche Besatzung des VRF angewiesen, zur neuen Einsatzstelle zurückzukehren.
Beim Eintreffen des HLF war das betroffene Fahrzeug bereits durch Ersthelfer von der Fahrspur auf den Pannenstreifen verbracht worden.
Die Einsatzstelle wurde durch die Mannschaften von HLF und VRF abgesichert. Zur weiteren Absicherung wurden Verkehrsleitkegel sowie Blitzleuchten aufgestellt.
Nach dem Eintreffen der Polizei und entsprechender Lagebesprechung wurde entschieden, das beschädigte aber fahrbereite Fahrzeug unter Begleitung bis zum nächstgelegenen Parkplatz zu eskortieren. Dort wurde das Fahrzeug abgestellt und die Unfallaufnahme durch die Polizei durchgeführt.
Anschließend konnten alle eingesetzten Kräfte wieder einrücken und die Einsatzbereitschaft im Feuerwehrhaus herstellen.
Dank an alle Einsatzorganisationen
Die FF Neulengbach-Stadt bedankt sich bei allen eingesetzten Organisationen – insbesondere beim Rettungsdienst, der Polizei, der ASFINAG sowie den Feuerwehren Inprugg, Markersdorf und Kirchstetten – für die gewohnt gute und professionelle Zusammenarbeit.
Eingesetzte Kräfte:
FF Neulengbach-Stadt mit 3 Fahrzeugen und 17 Mann, FF Inprugg, FF Markersdorf, FF Kirchstetten, Rettungsdienst, Polizei, ASFINAG.